Skip to Content

VDFP Nachrichten 2018 - 02

Herausgegeben am: 
19. Juli 2018

53. Jahrgang                                                                                                                        Ausgabe 2 - 2018

Bundesdelegiertentag 2018 in Stuttgart-Weilimdorf

Claus Haßfurther, stellvertretender Bundesvorstand, begrüßte am 16.06. die Gäste und Delegierten zum Bundesdelegiertentag (BDT) und erklärte, dass der Bundesvorsitzende Karl Schäffer aus familiären Gründen leider nicht an der Tagung teilnehmen kann.

Er erinnerte daran, dass der ausrichtende Bezirk Nordwürttemberg in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen gefeiert hat, und an Werner Hommel, der in einer eindrucksvollen Rede die Entstehung des Bezirks Nordwürttemberg gewürdigt und die Entwicklung des Bezirkes dargestellt hat.

Als Ehrengäste begrüßte Haßfurther Herrn Ulrich Bösl von der CGPT, Herrn Dirk Motzkus von proT-in und Herrn Edgar Müller von der Interessensgemeinschaft der Versicherten der PBeaKK.

Weiterhin begrüßte er als Referenten des heutigen Tages, den ehemaligen Innenminister des Landes Baden-Württemberg und Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg, Herrn Reinhold Gall.

Er bedanke sich bei Ihm, dass er als Referent zur Verfügung steht. Haßfurther erinnerte, dass der BDT das oberste Organ des Verbandes ist und satzungsgemäß alle zwei Jahre einberufen werden muss, um über die vorliegenden Anträge zu beraten sowie den Bundesvorstand neu zu wählen.

Claus Haßfurther machte noch einige Anmerkungen zum Breitbandausbau und der Weiterentwicklung des Personalrechts bei den Postnachfolgeunternehmen und erklärte den Bundesdelegiertentag 2018 für eröffnet.

Herr MdL Reinhold Gall bedankte sich bei Claus Haßfurther für die Einladung und bei Werner Hommel, der in daran erinnert hat, dass er vor 10 Jahren beim 50-jährigen Jubiläum des Bezirksverbandes Nordwürttemberg schon als Gast zugegen war.

Das Thema Breitband sei ihm jedoch nicht ganz fremd und er sagte, dass auch er gelernter Fernmeldehandwerker ist. „Doch wenn sie wissen wann ich gelernt habe und wo wir uns heute befinden, hat die damalige Welt mit der heutigen nichts mehr zu tun.“ Er wusste noch von Edelmetall-Motordrehwählern oder Kleiner Wählanlage 1/1, alles Techniken die heute im Museum zu bestaunen sind.

Herr Gall war lange Jahre im Personalrat tätig, hat die Postreform I und II miterlebt und meinte das Thema Privatisierung sei auch bei den Beschäftigten enorm umstritten gewesen, wir es mit den Auswirkungen immer noch zu tun haben.

Viele hätten sich bessere Verdienstchancen ausgemalt, er dagegen habe die Postreform kritisch gesehen, und zwar deshalb, da er seit seiner Ausbildung, die er genießen durfte, und das sage er ausdrücklich, denn damals war die Welt, jedenfalls aus seiner Sicht, noch in Ordnung. Damals hatten wir noch qualifizierte Ausbildung, ordentliche Beschäftigungsverhältnisse und klare Rahmenbedingungen. Herr Gall war immer der Auffassung dass der Staat in den für Menschen wichtigen Sequenzen der Infrastruktur selber verantwortlich sein solle. Er habe damals schon gesagt, dass was die Privaten können, können die staatlich beschäftigten Arbeiter, Angestellten und Beamten auch, wenn man ihnen die nötigen Freiräume lässt und auch moderne Behörden anders führt als althergebrachte, doch dies wollte man damals nicht!

Er hat sich gefragt wie sehr er sich beim Thema „Den Datenturbo anwerfen, die Chancen der Digitalisierung nutzen“, auf die Technik stützen soll und ist sehr schnell zu der Erkenntnis gekommen dass die Fachleute hier vor ihm sitzen. Seine Meinung: Das Thema Digitalisierung und Breitbandausbau hat auch andere Dimensionen wie die reine Arbeitstätigkeit, nämlich gesellschaftspolitische Dimensionen, ist überzeugt wir stehen vor einem Umbruch der gesellschaftspolitischen Welt und da habe er als Mensch und Politiker seine Vorstellungen!

"Die Techniker stellen die Infrastruktur für schnelle Netze zur Verfügung. Alle reden von Industrie 4.0, Wirtschaft 4.0 u.s.w. und niemand kann die Begriffe so richtig erklären. Nutzer dieser Techniken haben keinen blassen Schimmer was das bedeutet, was da passiert, und was es für mein Leben bedeutet.“
Unsere Gäste: Herr Ulrich Bösl, CGPT, Herr Edgar Müller, IGVersPBeaKK, Herr Dirk Motzkus, proT-in

Nach Herrn Galls Dafürhalten gab es noch nie so große Zukunftsängste. „Keiner weiß wohin steuert diese Welt, wenn die Starken dieser Welt Verträge unterschreiben und dann per Twitter drei Stunden später wieder rückgängig machen, kann einem  eigentlich nur angst und bange werden.

Aber wir sollten auch mal eine Analyse machen was den Breitbandausbau angeht.

Vergleicht man Deutschland mit dem Rest der Welt liegen wir statistisch im Netzausbau auf Platz 25 und könnte meinen bei der Anzahl von Ländern auf dieser Welt ist dies ja gar nicht so schlecht. Wir halten uns für ein starkes Land das auch in der Weltpolitik Einfluss nehmen möchte, und da ist Platz 25 problematisch, vor allem im Vergleich zu anderen Ländern in Europa. Deshalb befinden wir uns nicht nur hinter dem Vorreiter der Digitalisierung Südkorea, sondern auch hinter europäischen Nachbarländern die wesentlich finanzschwächer sind, wie z.B. Estland.

5% der deutschen Haushalte verfügen über einen Breitbandanschluss mit 100 Mbit/s, im europäischen Schnitt sind es 6,5 %. Hier liegen Schweden mit 24%, sowie Belgien und Portugal, finanziell wesentlich schwächere Länder, vor uns. 16% der Deutschen müssen sich zurzeit mit einer Datenrate von 30 Mbit/s zufrieden geben."

„Im Koalitionsvertrag der „Großen Koalition“ ist dem Thema Digitalisierung ein eigenes Kapitel gewidmet. Bei uns im Baden-Württemberg, einer Grün-Schwarzen-Koalition kommt das Wort Digitalisierung etwa 200-mal vor ist aber kein eigenes Kapitel.

Hier hat die Bundesregierung etwas Einmaliges geschaffen und ich hoffe dass wirklich etwas passiert. Der Unterschied ist die Verantwortlichkeit! Wer hat den Hut auf und wer trägt die politische Verantwortung dass wir schneller voran kommen können? Ein konkreter Maßnamenkatalog ist hier hinterlegt. Infrastruktur schafft man nicht nur mit Ideen sondern wurde und wird ausschließlich durch Investitionen getätigt, das heißt der Gigabit-Gesellschaft wird hohe Priorität eingeräumt. Bis 2025 soll eine flächendeckende Versorgung im Gbit-Netz mit Glasfaserversorgung in jeder Region und jeder Gemeinde und bis zu jedem Haus bestehen.“

„Auf der kommunalen Ebene ist es „bescheuert“ wenn die Kommunen denken sie können es selber machen. Sie haben weder die Technik, noch die Fachleute und schon gar nicht das Geld dafür.

Der Bund hat den Finanzierungsbedarf auf 10 – 12  Mrd. Euro geschätzt, das sind Summen mit denen man etwas bewegen kann. Entscheidend ist dass das Geld zweckgebunden eingesetzt wird und nicht in den Bundeshaushalt einfließt so wie die Erlöse aus den Versteigerungen der UMTS- oder 5G-Lizenzen.

Mit diesem Maßnamenpaket soll etwas gelingen was Kommunalpolitiker der SPD aus Baden-Württemberg durchgesetzt haben, nämlich ein Rechtsanspruch auf schnelles Internet!

Die Kommunen haben gemerkt dass nicht vorhandene schnelle Netzte ein glasklarer Standortnachteil sind! Kommunen profitieren von Einkommen- und Lohnsteuer. Die Bürger entscheiden heute schon nach harten Kriterien wohin sie ziehen oder sich eine Wohnung kaufen, dass auch die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist.“

  
  Blick in die Versammlung

„Die Kommunen in Baden-Württemberg klagen nicht über zu wenig Geld sondern über die bürokratischen Hindernisse. Die Antragstellung wäre unheimlich kompliziert und es ist Aufgabe des Staates dies entsprechend zu ändern. Ein Paradebeispiel für die politische Verantwortlichkeit und das Handling ist gerade zurzeit in Baden-Württemberg das scheitern der Bildungsplattform “ella“. Die Auftraggeber, Kultus- und Innenministerium waren nicht in der Lage sich abzustimmen und eine richtige Leistungsbeschreibung zu erstellen.

Als Willi Brand blauen Himmel über dem Ruhrgebiet versprochen hat war dies eine Kampfansage an seine Wähler. Seine Aussage: „Liebe Leute, eure Arbeitsplätze im Stahlbau und Bergbau haben keine Zukunft.“ Dieser Mut fehlt heute, mutig und beherzt voranzugehen!“

„Viele Menschen haben Angst vor der Zukunft weil es ihren Kindern und Kindeskindern vielleicht schlechter geht wie uns heute, aber Fortschritt bietet auch Chancen.

Ich glaube, wenn wir auf die Chancen der Digitalisierung blicken werden wir auch das eine oder andere Problem meistern können. Ich sehe Chancen für Wohlstand und sozialen Fortschritt. Man muss sich Ziele setzten und Visionen haben.“

„Wenn ich an meine Zeit als Innenminister zurückblicke, wie wir das Weiterbildungsgesetz auf den Weg gebracht haben, was für ein Gegenwind von Seiten der Arbeitgeber uns hier entgegen blies.

Was sich alles in den Cyberraum verlagert. Wann haben sie zuletzt etwas über Banküberfälle gelesen? Heutzutage finden die Banküberfälle im Internet statt. Selbst das Abgreifen der Bankdaten am Bankautomat ist rückläufig. Aber hier muss für innere Sicherheit richtig Geld investiert werden, auch im Bereich Cybersicherheit.“

„Habe den Eindruck gegenwärtig spielen Bürgerrechte nicht eine so große Rolle, aber der Datenschutz. Wenn der Staat Daten möchte dann gibt es größte Bedenken, aber in sozialen Medien, wie Facebook und Instagram werden hunderte von privaten Daten preisgegeben. Bei der Vorratsdatenspeicherung haben die Menschen die größten Sorgen, haben ein Grundmisstrauen gegen den Staat, anstatt sie ein Grundvertrauen in den Staat haben.“

„Als das Automobil erfunden wurde wollten die meisten Menschen die Pferdekutsche behalten, so ähnlich ist es mit der Digitalisierung.

Wir alle sollten stolz auf die Errungenschaften unserer Arbeitsgesellschaft während der Industrialisierung sein für die hart gekämpft werden musste. Geregelte Arbeitszeiten, Kündigungsschutz, Betriebsräte, Personalräte, Gewerkschaften und betriebliche Mitbestimmung. An diese bewährten sozialstaatlichen Fundamente müssen wir auch die Digitalisierung anknüpfen.

Auch was das Thema Datenschutz angeht. Zurzeit meckern gerade viele über die Datenschutzgrundverordnung der EU die am 25.05.2018 in Kraft getreten ist, die jedoch schon über sieben Jahre alt ist, erst jetzt greift. Wir sehen Probleme in den Vereinen und im täglichen Umgang, aber wir haben einen Rechtsrahmen im Bereich des Datenschutzes und der Informationsfreiheit, haben hiermit Flanken eingezogen um uns vor Missbrauch zu schützen.“

Herr Gall glaubt an die politischen Möglichkeiten mit Verflachung der Hierarchien, dass Erwerbsforen im Sinne der Beschäftigten flexibler gestaltet werden können und dass auch die klassische Verbindung von Arbeitsplatz und Arbeit nicht ganz aufgehoben wird.

Er sieht die Risiken mit Entgrenzung von Arbeit, Überforderung, ständige Erreichbarkeit, Leistungserwartung, prekäre Arbeitsverhältnisse. Er sieht dies als Probleme die jedoch zu lösen sind.

Gall: „Was bringt die Digitalisierung? Die Fortschritte z.B. in der Medizintechnik kann man z.B. im Bereich der Diagnostik sehen. Der Computer erkennt heute Krankheiten die der Arzt früher erst feststellen konnte wenn der Patient tot war.“ Aber, das glaubt auch Herr Gall, ein Roboter wird niemals menschliche Zuneigung geben können. (Das kann der eine oder andere Chef auch nicht.) Trotzdem sei das menschliche Miteinander nicht zu unterschätzen! Er glaubt daran dass die Digitalisierung so gestaltet werden kann dass sie den Menschen dient, und nicht nur das, sondern dass wir davon profitieren können. Ein gewisser Zweckoptimismus schwingt hier mit, da diese Entwicklung nicht aufzuhalten ist. Er plädiert dazu diese Herausforderung mutig anzugehen, die Augen nicht zu verschließen, nicht auf die gesellschaftspolitischen Veränderungen und Möglichkeiten der Gestaltung zu verzichten, sondern ganz intensiv sich des Themas anzunehmen!

Mit einem Zitat von Albert Einstein schließt Herr Gall: „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft!“

Herr Ulrich Bösl überbrachte herzliche Grüße von der CGPT und erinnerte daran, dass ein regelmäßiger Kontakt und Austausch gepflegt wird. Herr Bösl berichtete, dass in der kommenden Woche, am 20.06., im Innenministerium das Beteiligungsgespräch für die Besoldung der Beamten und Beamtinnen des Öffentlichen Dienstes stattfindet. Das Tarifergebnis im Öffentlichen Dienst soll 1:1 auf die Beamten und Ruheständler übertragen werden.

3,19% zum 01.03.2018, 3,09% zum 01.04.2019 und 1,06% zum 01.03.2020 sind vorgesehen. Die Versorgungsrücklage von 0,2%  soll nur von der ersten Erhöhung einbehalten werden. Wird der Gesetzentwurf genehmigt beabsichtigt die DT AG schon im Oktober eine Abschlagszahlung zu tätigen.

Herr Bösl ist im Versorgungsbeirat des Sondervermögens tätig und weiß zu berichten, dass sich hier schon etliche Mrd. angesammelt haben und dort eine ordentliche Dividende erwirtschaftet wird mit durchschnittlich 4,6%, im letzten Jahr mit 3,5%, zum Großteil in Aktien angelegt.

Herr Bösl ist mit dem Urteil des BVerfG zufrieden, dass es kein Streikrecht für Beamte gibt. Dies würde das gesamte Berufsbeamtentum in Frage stellen und merkt an, dass es andere Möglichkeiten gibt seine Interessen zu vertreten.

Herr Bösl weiter: „Am 24. Mai wurde die Postbank mit der Deutschen Bank verschmolzen, das heißt die Postbank als rechtliches Instrument existiert nicht mehr, ist in eine neue Servicegesellschaft überführt worden. Die Deutsche Bank übernimmt die hoheitlichen Aufgaben und Dienstherrenaufgaben in Vertretung des Bundesfinanz- und Innenministeriums. Diese Aktion wurde in wenigen Tagen durch das Kabinett gejagt, nun sind die Postbeamten plötzlich Deutsche-Bank-Beamte.

Hier müssen die Verbände und Gewerkschaften aufpassen, den Anfängen wehren, dass solche Aktionen mit Tochtergesellschaften und Betriebsteilen der Deutschen Telekom oder Post nicht passieren! Wehret den Anfängen!

Über Arbeit 4.0 und Digitalisierung werde viel gesprochen. Bösl: „Sogar die Einführung der Postleitzahl 1961, der ersten, durch Bundespostminister Stücklen hat damals verdammt viele Arbeitsplätze gekostet. Wir müssen als Arbeitnehmer zusammenstehen und uns mehr organisieren, dem Trend der Entsolidarisierung entgegenwirken, dann wird auch die Digitalisierung ein Erfolg. Nur Gewerkschaften und Verbände können hier Vorteile für die Arbeitnehmer einfordern und erkämpfen. Deshalb organisiert euch!“

Herr Dirk Motzkus, von proT-in, beschrieb seinen Werdegang beim Fernmeldeamt. Er ging in die Beurlaubung, wechselte in die Privatwirtschaft, hatte ein Meßfahrzeug mit Elektroniklabor zu Hause stehen, kam dann aber, nach der Pleite seines privaten Arbeitgebers, wieder zurück zur Telekom, landete bei Vivento.

In dieser Situation musste er feststellen dass viele hochqualifizierte Mitarbeiter aufs Abstellgleis gestellt wurden. Dies war der Start von proT-in und diese mussten gleich in den ersten Jahren tausende von Rechtsverfahren gegen die DT AG führen. Die Beschäftigungssituation bei der DT AG, sagt Herr Motzkus, ist schlimm und wird nicht besser und bemängelt, dass nach der neuen Ausbildungsverordnung nicht mehr die richtigen Grundlagen der Technik vermittelt werden.

Kritisch sieht er die eingesetzte chinesische Technik im Hochsicherheits-Netz-Bereich und die Fernwartung durch die Techniker. Motzkus: „Ich muss mich schon fragen welche „magenta Brille“ die Kollegen auf haben, vielleicht bedingt durch die vielen Lobbyisten in den Ministerien?“

 Viele Mitarbeiter der DT AG haben das Martyrium Vivento durchgemacht und sind an der Situation, auch mit den Versetzungen, zerbrochen. Herr Motzkus: „Man kann einen Käfer auf den Rücken legen, die Beine nach oben, das war’s dann mit dem Käfer!“

 Er verweist darauf, dass proT-in derzeit fünf hauptamtliche Mitarbeiter hat, davon drei Juristen. Ein großes Thema bei proT-in sind Versorgungsberechnungen für die 55-er Regelung und die Altersteilzeit, die mit eigener Software berechnet wird. Es stelle sich immer die Frage, welche Variante soll angestrebt werden?

Zum Thema „engagierter Vorruhestand“ berichtete Herr Motzkus dass die Mitarbeiter der DT AG ihr Fachwissen einsetzen und gemeinnützig tätig werden können, z.B. im Support e.V. der proT-in.

Der Verein hat einige Projekte aufgesetzt wie Seniorenschulung, IT-Hilfsleistungen für Smartphone und Tablet, Mitarbeit in Repair-Cafés und kann Hilfe für eigene Projekte anbieten. Der Verein stellt dann die Bescheinigungen für die geleisteten ehrenamtlichen Stunden aus. 

 

In seinem Grußwort ging Edgar Müller Vorsitzender der “Interessengemeinschaft der Versicherten der Postbeamtenkrankenkasse“ (IGVersPBeaKK) zuerst auf seinen Werdegang ein, der beim Postfuhramt der Deutschen Post begonnen hat.

Herr Müller: „Die IGVersPBeaKK wurde dieses Jahr gegründet, denn Verbandspolitik ist heute wichtiger denn je, wie auch schon die Vorredner feststellten.

„Aber warum wurde unsere IGVersPBeaKK gegründet? Die PBeaKK hat 450.000 Mitglieder. Wir haben den Eindruck gewonnen, es kümmert sich niemand um deren Belange. Theoretisch haben wir acht Mitgliedervertreter im 16-köpfigen Verwaltungsrat, alle von ver.di.“ 

Herr Müller musste dann feststellen, dass andere “Private Krankenkassen“ wesentlich niedrigere Beitragssätze haben, bei gleicher Leistung, 70% Beihilfe, 30% Kasse. Er hat dann angefangen an den Angaben der PBeaKK zu zweifeln. Herr Müller: „Betrachtet man den Beitrag ist dieser seit 1995 bei jährlich 3,7% um 65% gestiegen, und das geht so weiter.“ Die Zur Wehr-Setzung soll zweigleisig erfolgen. Einmal auf der politischen Schiene durch den Verwaltungsbeirat, der sich für seine Mitglieder einsetzten soll und seine Stimme erheben muss. Als weiterer Weg läuft eine Klage vor dem Verwaltungsgericht gegen die Beitragserhöhung von 2014-2015 und 2015-2016, Prozesstermin noch offen. Herr Müller sieht hier gute Erfolgsaussichten.

In seinem Schlusswort erhofft sich Herr Müller viele Mitstreiter und gute Zusammenarbeit mit dem VDFP!

 

Im „internen Teil“ der Tagung wurde die Tagesordnung ohne Änderungen angenommen.

Bei der Totenehrung wurde stellvertretend für alle verstorbenen Mitglieder an Harald Faasch, Jürgen Bartels sowie an Wolfgang Wieck erinnert.

Als Tagesleitung wurden Josef Mayer und Rainer Hofmann gewählt, zur Antragskommission Heinz Klein und Hans Maier. Urban Nagel und Alfred Braunmüller übernahmen die Mandatsprüfungs- und Wahlkommission.

Claus Haßfurther freute sich den Geschäftsbericht für die Jahre 2016 bis 2018 vortragen zu dürfen.

 

Claus Haßfurther erinnerte an den letzten Bundesdelegiertentag der am 18.06.2016 im Commundo – Tagungshotel in Leipzig stattfand und eine wirklich eindrucksvolle Veranstaltung war, gab einen kleinen Rückblick.

In seinem Geschäftsbericht zählte Haßfurther sechs Bundesvorstandssitzungen auf und sagte dass immer alle Tagesordnungspunke geschafft und abgearbeitet wurden.

Das Thema „Neue Techniken“ wurde im Bundesvorstand neu eingeführt, sehr gut angenommen, und in jeder Sitzung gibt es einen Vortrag dazu.

Im Berichtszeitraum wurden wieder pro Jahr vier Ausgaben der VDFP Nachrichten veröffentlicht.

Diese Aufgabe hat unser Schriftführer Rainer Hofmann übernommen. Es wurden, wie bisher, aktuelle Beiträge aus dem Verband, aus den Bezirken, aus der Telekom und der Politik veröffentlicht, dazu Jubiläen und Geburtstage.

2017 hat eine Bezirksvorständetagung stattgefunden, vom 05.- 07.Mai am Bostalsee bei Nohfelden im Saarland. Die Tagung stand unter dem Thema 60 Jahre VDFP im Saarland und 60 Jahre VDFP im Bund.

Wie bereits in den VDFP Nachrichten veröffentlicht beschäftigen sich der VDFP mit der Anerkennung der Ruhegehaltsfähigkeit von Ausbildungszeiten vor dem 17. Lebensjahr. Der Anwalt, der für unseren Bundes-Kassierer, ebenfalls Betroffener, tätig ist, hat in einem Schreiben an die BAnst PT gefordert dass für seinen Mandanten dessen Versorgungsbezüge nach Maßgabe des ab dem 12.01.2017 geltenden Beamtenversorgungsgesetzes neu festzusetzen sind. Der Klageweg vor Verwaltungsgerichten muss bestritten werden.

Ein weiterer Punkt ist noch in Bearbeitung, die Beförderung beurlaubter Beamter die während der Beurlaubung höherwertige Tätigkeiten verrichten.

Noch immer arbeiten rund 30.000 Beamtinnen und Beamte bei der Deutschen Telekom und in den mit der Telekom verbundenen Unternehmen. Mehr als die Hälfte von ihnen sind beurlaubte Beamtinnen und Beamte. Beurlaubt heißt, dass ihr Beamtenstatus ruht und sie als Tarifbeschäftigte tätig sind. Gehen sie in Pension, folgt meist das böse Erwachen: Die Pensionen fallen wesentlich geringer aus, als ihr bisheriges Einkommen.

 

Gunter Heckmann, Kassierer des Bundesvorstandes, bedankt sich bei den Kassierern der Bezirke und den Kassenprüfern für ihre bisherige Tätigkeit. Heckmann stellt seine Kassenberichte sehr ausführlich vor und erläutert die einzelnen Posten. Auch die Haushaltspläne für die kommenden Jahre werden vorgestellt.

Sein Resümee: Die Finanzielle Situation des Verbandes ist gut. Der VDFP wird nicht am Geld scheitern, sondern wohl daran, dass sich auf Grund der Altersstruktur, keine ehrenamtlichen Mitarbeiter mehr finden lassen.

Andras Degelow, informiert über die Arbeit der Kassenprüfer. Er berichtet, dass die Kassen des Bundesvorstandes und der vom BuVo verwalteten Bezirke rechnerisch und auch auf Plausibilität geprüft wurden, die Kassen in Ordnung sind, keine Unstimmigkeiten festgestellt werden konnten.

Er dankt Gunter Heckmann für seine gute Arbeit und beantragt die Entlastung des Kassierers und seines Stellvertreters Reinhard Braun. 
 

Klaus Stiller berichtete über die Anträge zum BDT 2016.

Der Antrag: Verlängerung der „55er-Regelung“ über das Jahr 2016 hinaus ist durch die Neuregelung mit dem „Engagierte Ruhestand“ erledigt. Laufzeit bis Ende 2020.

Der Antrag zur Finanzlage des BZ Nordbaden wurde angenommen und umgesetzt.

Der Antrag, dass beurlaubte Beamte nach langjähriger Beurlaubung befördert werden sollten wurde von der DT AG abschlägig beschieden. Das Thema wird zurzeit auch von ver.di behandelt.

 

Andreas Degelow beantragte die Entlastung des Bundesvorstandes nachdem der Geschäftsbericht und die Kassenberichte vorgestellt wurden und dem BuVo gute Arbeit bescheinigt werden konnte.

Die Entlastung des Bundesvorstandes erfolgt mit großer Mehrheit!
 

Die Wahlkommission mit Urban Nagel und Alfred Braunmüller führte die Neuwahlen durch.

Der neue Bundesvorstand setzt sich folgendermaßen zusammen:

1. Vorsitzender: Karl Schäffer; stv. Vorsitzende: Claus Haßfurther, Klaus Stiller

Schriftführer: Rainer Hofmann; stv. Schriftführer: Jörg Walther

Kassierer: Gunter Heckmann; stv. Kassierer: Reinhard Braun

Beisitzer: Heinrich Eichhorn, Klaus Sprywald, Werner Kraus, Klaus-Wilhelm Nieme Kassenprüfer: Anderas Degelow, Berthold Wittmann

 

Die Antragskommission mit Heinz Klein und Hans Maier übernahmen.

Es wurden Anträge u. a. zu den Themen, Nichtanrechnung der Pensionsanrechnungszeit vor dem 17. Lebensjahr, Reduzierung der Beförderungsmaßnahmen bei der DT AG, Leistungserstattung der Postbeamtenkrankenkasse, Datenschutz und zu den Rahmenbedingungen für den „Engagierten Ruhestand“ behandelt und darüber abgestimmt.

Claus Haßfurther dankte in seinem Schlusswort den ausgeschiedenen Beisitzern für ihre langjährige Mitarbeit und überreicht ihnen ein kleines Dankesgeschenk, bedankte sich bei den Kommissionen und den Kassenprüfern für ihre Tätigkeit und wünschte sich für den neugewählten Bundesvorstand eine gute Zusammenarbeit.

 
Der neugewählte VDFP Bundesvorstand, v.l.n.r.: Klaus Stiller (stv. BuVo), Klaus Sprywald (Beisitzer), Berthold Wittmann (Kassenprüfer), Reinhard Braun (stv. Kassierer), Rainer Hofmann (Schriftführer), Jörg Walther (stv. Schriftführer), Claus Haßfurther (stv. BuVo), Werner Kraus (Beisitzer), Klaus-Wilhelm Nieme (Beisitzer), Gunter Heckmann (Kassierer).
Es fehlen: Karl Schäffer (BuVo), Heinrich Eichhorn (Beisitzer), Andreas Degelos (Kassenprüfer)

Aus den Bezirksverbänden

Bezirksverband Mitte

GIESSEN. Seit 1987 ist der Allendorfer Edgar Volk ehrenamtlich tätig. Jetzt erhielt er für seine zahlreichen Tätigkeiten den Ehrenbrief des Landes Hessen. „Sie haben viel Zeit investiert im Ehrenamt, aber es kommt auch viel zurück", sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. Von 1998 bis 2002 leitete Edgar Volk als Vorsitzender die Evangelische Stadtmission Gießen-Allendorf, davor war er vier Jahre stellvertretender Vorsitzender. Seit 2001 zählt der Allendorfer zum Förderkreis "Häusliche Pflege Gießen-Allendorf", der mit seinem Angebot etwa 900 Personen erreicht, fungierte zwei Jahre als Beisitzer und hat seit 2003 das Amt des 2. Vorsitzenden inne. Zudem übernimmt er den Materialeinkauf, die Pflege und die Reparatur der Materialien sowie die Aussonderung nicht mehr funktionstüchtiger Materialien. Ältere aber noch intakte Hilfsmittel leitet er an Hilfsorganisationen wie die "Rumänienhilfe" oder "Global Aid Network" weiter.

Er betreut bei Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen vom Verein die digitalen Medien. Und ist zur Stelle, wenn Fahrdienste für gebrechliche Personen erforderlich sind. Edgar Volk ist seit 1998 als stellvertretender Vorsitzender des Bezirks Mitte des Verbandes Deutscher Fernmeldetechniker engagiert und war von 1987 bis 2000 Vorsitzender des Ortsvereins Gießen. Im Jahr 2000 übernahm er die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden. "Sie sind ein Vorbild für andere Menschen", stellte Stadtverordneten-vorsteher Egon Fritz fest. "Mein christlicher Glaube ist der Hintergrund, der auch die Kraft gibt", sagte Volk. Text-Quelle: giessener-anzeiger.de

 


Bezirksverband Nordwürttemberg

 

Engagierter Vorruhestand, Ehrenamtliche Tätigkeit im Museumsdorf Wackershofen bei Schwäbisch Hall.

Das Museumsdorf bietet zur Instandhaltung der Museumsanlage, Gebäude und Technik, Bundesfreiwilligen-Stellen an. Kontakt: Herr Hahn, Tel.: 0791 – 9 78 05 01.

 


Bezirksverband Nord

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung am 17. Oktober 2018

Sehr geehrte Mitglieder, wir laden Sie hiermit sehr herzlich zur Jahreshauptversammlung 2018 des VDFP Bezirksverbandes Nord ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 17. 10. 2018, in Hamburg-Wandsbek, im Lokal „Hofbräu Wirtshaus Wandsbek“, Bahngärten 28, 22041 Hamburg statt. Die Jahreshauptversammlung 2018 beginnt um 15.00 Uhr und endet ca. 18:00 Uhr.

Ihre Begleitung kann gerne an dieser Veranstaltung teilnehmen. Um einen Überblick über die Anzahl der Teilnehmer zu bekommen, bitten wir um Rückmeldung, telefonisch  oder  per  E-Mail,  bis zum 20. 09. 2018.

Rüdiger Westphal, Telefon: 040 / 6 91 42 05, E-Mail: ruediger-westphal[at]t-online.de

Erich Sievers, Telefon: 040 / 7 20 66 69, E-Mail: erich_sievers[at]web.de


Geburtstage und Jubilare

Bezirksverband Mitte

Zum 90. Geburtstag gratulieren wir Karl-Heinz Wilhelmi aus Frankfurt recht herzlich.

Wir gratulieren Alfred Röhm aus Weiterstadt, Dieter Vock aus Fuldabrück, Jürgen Eichhorn aus Braunfels und Lothar Schreiber aus Bad Hersfeld zum 70. Geburtstag.

Zur 50-jährigen Mitgliedschaft beglückwünschen wir Michael Mott aus Fulda, Hans Jürgen aus Platz  Bad Hersfeld und Günter Gierth aus Frankfurt. 

Bezirksverband Nord

Zur 40-jährigen Mitgliedschaft geht unser Dank an Rolf Westphal-Zamjatnins aus Nettelsee.

Dazu gratulieren wir allen Mitgliedern die im 2. Quartal ihren Geburtstag feiern durften.

 Bezirksverband Nordbaden

Die besten Glückwünsche zu 85. Geburtstag gehen an Karl Schmitt aus Schriesheim.

Zum 80. Geburtstag gratulieren wir Karl Seidler aus Sandhausen und zum 75. Gerhard Fischer aus Eding-Neckarhausen. 

Bezirksverband Nordwürttemberg

Zum 88. Geburtstag gehen die besten Wünsche an Gerhard Ruf aus Renningen. Zum 86. Geburtstag an Horst Brandauer aus Mühlacker und zum 85. an Hans Harrer aus Stuttgart. Das 80. Wiegenfest darf Werner Kleinbek aus Ötisheim feiern, und zum 75. Geburtstag gratulieren wir Klaus Kirn aus Bönnigheim.

Bezirksverband Südbayern 

Herzliche Glückwünsche zum 83. Geburtstag gehen an Manfred Schmidt aus Meitingen und an Dieter Liedtke aus Raisting zum 79. Geburtstag.

Bezirksverband Südwest

Zu ihren runden 90. Geburtstagen wünschen wir Wilhelm Hofstadt aus Pirmasens und  Werner Walter aus Kaiserslautern alles Gute, ebenso gratulieren wir Hermann Fischer aus Neustadt zum 89. sowie Albert Buchheit zum 87. Wiegenfest. Manfred Maschall aus Zweibrücken kann auf 83 Jahre und Elmar Quirin auf 81 Jahre zurück blicken. Weitere runde Geburtstage, nämlich 80 Jahre, feiern Lothar Floerchinger aus Hanhofen und Manfred Kühner aus Speyer. Beste Wünsche zum 70. Geburtstag gehen an Josef Fries aus Mandelbachthal, Gerd Gräßer aus Sulzbach, Hans-Albert Leidinger aus Schmelz  und Helmut Kläs aus Homburg.


 Hinweis für unsere Mitglieder, Datenschutzgrundverordnung

Seit dem 25. Mai 2018 ist innerhalb der Europäischen Union eine neue Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) anzuwenden. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie darüber informieren, dass Ihre personengebundenen Daten auf Rechnern der Bezirksverbände wie auch des Bundesvorstandes des VDFP gespeichert und für Verwaltungszwecke der Bezirksverbände und des Bundesvorstandes verarbeitet werden. Verantwortliche Stelle ist ihr Bezirksverband. Zum Zwecke der Mitgliederverwaltung und dem Versand der “VDFP-Nachrichten“ werden personenbezogene Daten an Dritte übermittelt. Wir sichern Ihnen zu, Ihre personenbezogenen Daten vertraulich zu behandeln und nicht an Stellen außerhalb der Bezirksverbände oder des Bundesvorstandes weiterzugeben. Keine dieser Stellen nutzt Ihre Daten für Werbe- und Marketingzwecke. Sie können Auskunft über Ihre Daten erhalten und Korrektur verlangen, wenn die gespeicherten Daten unrichtig sind. Soweit Ihre Daten für die Abwicklung der Geschäftsprozesse der Bezirksverbände oder des Bundesvorstandes nicht erforderlich sind, können Sie eine Sperrung oder auch Löschung Ihrer personenbezogenen Daten verlangen.

Der Bundesvorstand sendet Ihnen periodisch die Mitgliederzeitschrift “VDFP-Nachrichten“ in Papierform zu. Sollten Sie daran kein Interesse haben, so können Sie dem Versand beim Bundesvorstand schriftlich widersprechen.

Des Weiteren können Sie einer Veröffentlichung in unseren “VDFP-Nachrichten“ unter der Rubrik “Geburtstage und Jubilare“ schriftlich beim Bundesvorstand widersprechen.

Beim Austritt werden Ihre personenbezogenen Daten gelöscht, soweit sie nicht, gemäß gesetzlichen Vorgaben, aufbewahrt werden müssen. Ihr VDFP Bundesvorstand.

AnhangGröße
vdfp_2018_nr2.pdf748.99 KB