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VDFP Nachrichten 2016 - 04

Herausgegeben am: 
19. Dezember 2016

 

 

 

 

 

 

51. Jahrgang                                                                                                             Ausgabe 4 - 2016

Internet der Dinge: Eine starke Position für die Telekom

Ein Beitrag von Reinhard Clemens, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG.

Viel ist darüber geredet und geschrieben, dass Europa die Digitalisierung im Endverbrauchermarkt an die Internetriesen aus den USA verloren hat. Das war die erste Halbzeit einer Entwicklung, die nach und nach alle Lebensbereiche erfasst. In der zweiten Halbzeit geht es jetzt um die Digitalisierung der Industrie: Hier sind die Karten neu gemischt – für Europa mit einem tollen Blatt. Und für die Deutsche Telekom als führender Telekommunikationsanbieter mit einigen Assen.

Betrachten wir das Ganze zunächst volkswirtschaftlich: Aus Europa kommen laut Weltwirtschaftsforum zehn der weltweit 20 wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften. In der Forbes-500-Liste stellt unser Kontinent 142 Unternehmen, die USA im Vergleich nur 128. Dazu kommt ein globaler Exporthandelsanteil von 15 Prozent und ein Binnenmarkt mit 500 Millionen Einwohnern. Das alles hat sich Europa in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut und verhilft uns zu einer guten Startposition.

Genauso wichtig ist die technische Seite: Hier gilt das Prinzip "Erfolg dem Erfolgreichen". Die Netzinfrastruktur muss fit sein, um Maschinen, Autos und unzählige weitere Dinge vernetzen zu können.

Auf einmal sind da nicht mehr "nur" ein paar Hundert Smartphones in einer Funkzelle, sondern Zigtausende von Geräten und Sensoren. Es geht konkret um die möglichst schnelle Umstellung der Telekommunikationsnetze auf Internet Protokoll, die Einführung von 5G-Technologie als Basis für Echtzeitanwendungen, den Start des Schmalbandnetzes (Narrowband) für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und die Cloud mit Plattformen zum Speichern, Analysieren und Verarbeiten von Daten. Die Telekom hat sich da in den vergangenen Monaten einen guten Vorsprung herausgearbeitet.

Denn mit dem Start des IoT-fähigen Schmalbandnetzes in Deutschland und den Niederlanden sind wir als Pionier in der Infrastrukturentwicklung unterwegs. Als weltweit Erster der Branche haben wir mit unserem Partner Huawei ein Ende-zu-Ende-System für Schmal-bandkommunikation eingeschaltet. Das Schmalband-Funknetz ist vom Start weg ein global akzeptierter Standard für das Internet der Dinge. So können die Hersteller zum Beispiel vernetzte Waschmaschinen auf der ganzen Welt verkaufen, ohne dass man die digitalen Funktionalitäten Land für Land unterschiedlich einrichten muss. Das haben die Netzbetreiber von Bahn oder Strom bis heute nicht.

Mit dem Schmalband-IoT wird das Internet der Dinge auch in abgelegenen Winkeln eines Gebäudes bis tief in den Boden realisierbar. Kombiniert mit immer energiesparenderen Sensorgeräten in Streich-holzschachtel-Größe ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Zum Beispiel können Städte ihre Parkplätze ganz neu bewirtschaften oder Maschinenhersteller Millionen von Geräten ins Internet bringen und so ihre Wartung ganz neu organisieren. Und das nicht nur für Neugeräte, sondern auch die bestehenden Maschinenparks.

Unsere Vorreiterrolle bestätigen uns auch renommierte Analystenhäuser wie Experton oder Machina Research in ihren brandaktuellen Marktstudien. Sie sehen die Telekom als führend bei vernetzten Dingen (IoT) und Industrie 4.0.

Wir haben uns früh mit diesem technologischen Trend auseinandergesetzt – jetzt müssen wir dafür sorgen, dass unsere Kunden die neuen Möglichkeiten in einer grenzenlosen digitalen Welt für sich entdecken. Das ist eine gigantische Chance für alle. Wenn wir es gut machen, steht Europa mit seinen volkswirtschaftlichen Kennzahlen auch morgen ganz weit oben.


Die LINKE stellt eine Kleine Anfrage zu Telekom Vivento / Telekom Placement Services (DTAG-TPS)

Vivento wurde im Jahr 2003 aus der Personal-Service-Agentur der Telekom heraus gegründet und im Jahr 2014 in Telekom Placement Services (TPS) umbenannt.

Nach Konzernaussagen bietet Vivento/TPS die Möglichkeit als Sprungbrett für die berufliche Laufbahn zu fungieren. Mitarbeiter die dort landen sehen sich eher auf einem Abstellgleis geparkt oder werden als Leiharbeiter auf Zeit verschachert.

In einer Kleinen Anfrage, Drucksache 18/10075, möchte die LINKE gerne Informationen zum System der Telekom-Tochter erfahren und fragt die Bundesregierung. Hier ein Auszug aus den Fragen und Antworten:

1. Wie hat sich der Bundesanteil am Grundkapital der Deutschen Telekom AG über den gesamten Privatisierungszeitraum entwickelt?

          Der Kapitalanteil betrug 1996 insgesamt 74%, senkte sich bis 2006 auf 31,7% und stieg nach 2009 wieder auf 32,0% an: (Hintergrund: Umwandlung von Dividende in Aktien)

2. Worin sieht der Anteilseigner Bund seine sozial- und beschäftigungspolitische Funktion und wie nimmt er diese wahr?

            ….Der Bund als Anteilseigner ist auf seine Einwirkungsmöglichkeiten gemäß dem Aktienrecht beschränkt. Er hat darüber hinaus rechtlich keine Möglichkeiten der direkten Einflussnahme.

3. Welche Aufgaben hat inzwischen das Unternehmen Telekom Vivento/Telekom Placement Services innerhalb der Deutschen Telekom?

            ……ist der zentrale unternehmensinterne Dienstleister zur Unterstützung und Begleitung des sozialverträglichen Personalumbaus für den nationalen Konzern. Seine Hauptaufgabe ist die Vermittlung von Überhangpersonal in eine amtsangemessene und dauerhafte Beschäftigung innerhalb oder außerhalb des Konzerns.

4. Wie setzt sich nach Kenntnis der Bundesregierung das Personal von Telekom Vivento/Telekom Placement Services zusammen (bitte aufschlüsseln nach Beamtinnen/Beamte, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Eintritt nach Jahren)?

            ….wurde vom Bundesministerium der Finanzen nicht nach § 3 Absatz 1 PostPersRG als Organisationseinheit bestimmt, die die Befugnisse einer Dienstbehörde wahrnimmt....... Insofern kann der Betrieb TPS nicht über Beamtinnen und Beamte verfügen.

5. Welches Fachpersonal wird nach Kenntnis der Bundesregierung durch das Unternehmen Telekom Vivento/Telekom Placement Services wohin auf welcher vertraglichen Basis vermittelt (bitte getrennt nach Unternehmen und Behörden)?

            Die Beamtinnen und Beamten werden grundsätzlich in amtsangemessene Verwendungen sowohl der technischen als auch der nicht-technischen Laufbahn vermittelt.  Einsätze von Beamtinnen und Beamten bei Behörden erfolgen, durch die DT AG, mit den üblichen beamtenrechtlichen Instrumenten nach Abschnitt 4 des Bundesbeamtengesetzes (Abordnung, Versetzung und Zuweisung).

6. Welchen ursprünglichen Auftrag hatte das Unternehmen Telekom Vivento/ Telekom Placement Services nach Kenntnis der Bundesregierung und wie ist die Umsetzung des Auftrages gelungen, d. h. wie wurden insbesondere Beamtenverhältnisse in andere Beschäftigungsverhältnisse überführt, auf welcher Grundlage und in welcher Anzahl?

            Der Auftrag als konzerninterner Dienstleister.…hat sich seit der Einrichtung nicht wesentlich verändert. Der Status des Beamten-verhältnisses…..ist grundgesetzlich geschützt. Beamtenverhältnisse können nicht in andere Beschäftigungsverhältnisse überführt werden.

7. Aus welchem Grund wurde Telekom Vivento im April 2014 konzernintern nach Kenntnis der Bundesregierung in Telekom Placement Services umbenannt und welche Folgen hatte dies für die Beschäftigten (Stichwort Umstrukturierung)?

            Rechtliche Folgen für die bei der Deutschen Telekom AG beschäftigten Beamtinnen und Beamten ergeben sich aus der Umbenennung nicht.

8. In welcher Art und Weise und wo werden nach Kenntnis der Bundesregierung Beamtinnen und Beamte und Angestellte intern oder extern beschäftigt und für welche Dauer erfolgt eine solche Beschäftigung?

            Beamtinnen und Beamte werden grundsätzlich auf Arbeitsposten im Konzern beschäftigt. Die Einsätze bei Behörden erfolgen unter Nutzung der üblichen beamtenrechtlichen Einsatzinstrumente. Die Dauer hängt von den Bedürfnissen und Möglichkeiten der aufnehmenden Stellen ab.

9. Welche Perspektive (Laufbahnplanung) haben nach Kenntnis der Bundesregierung Beamtinnen und Beamte und Angestellte in der Firma Telekom Placement Service?

            …….auf Frage 4 wird verwiesen

10. Wie viele Beamtinnen und Beamte sind bundesweit über welche Vertragsbeziehungen bei der Bundesagentur für Arbeit eingesetzt und für welche Dauer (befristet, wenn ja, warum), und besteht der Bedarf dort weiterhin (wenn nein, warum nicht)?

            Insgesamt sind 1.360 MA der DT AG bei der BA beschäftigt. Der Einsatz erfolgt grundsätzlich unbefristet, kann aber……von der BA beendet werden und sind derzeit bis zum 31.12.2016 befristet,…eine nachfolgende Verlängerung um zwölf Monate beabsichtigt.

11. Wie und in welcher Höhe erfolgte seit 2000 jährlich die Verrechnung der Beschäftigung zwischen Telekom Vivento/Telekom Placement Services und der Bundesagentur für Arbeit?

Die Bezüge und Beihilfen werden weiterhin vom bisherigen Dienstherrn an die abgeordneten Beamtinnen und Beamten gezahlt.

Die Höhe der in den Jahren 2011 bis 2016 von der BA an die DT AG gezahlten Vergütungen für die Amtshilfe (einschließlich Umsatzsteuer) beliefen sich 2011 auf über 60 Mio €, 2012 ca. 65,6 Mio €, 2013 ca. 72,3 Mio €., 2104 ca. 68,7 Mio €, 2015 ca. 66 Mio. €.

 12. Wie sehen die beamtenrechtlichen Befugnisse von Telekom Placement Services aus und welche Auswirkungen hat dies auf das beschäftigte Personal? 

     Der Betrieb TPS besitzt keine beamtenrechtlichen Befugnisse.

13. Hat die deutsche Telekom Placement Services einen erhöhten Bedarf an Beamtinnen und Beamten in Endämtern der Laufbahnen (vor allem gehobener Dienst) und bündelt sie diese Kräfte hauptsächlich wohnortfremd und was ist der entscheidende Grund hierfür und wie sieht der Mitbestimmungsprozess der betroffenen Beschäftigten aus?

            …….auf Frage 4 wird verwiesen.


Verlängerung der 55er-Regelung 

Nachdem der VDFP-Bundesdelegiertentag in Leipzig einen Antrag auf Verlängerung der 55er-Regelung einstimmig unterstützte, verfasste der Bundesvorstand ein Schreiben an die Mitglieder des Innenausschusses, des Haushalts-ausschusses, die im Bundestag vertretenen Fraktionen sowie den Innen- und Finanzminister mit folgendem Inhalt:

Wir als Berufsverband für den mittleren technischen Dienst bei der Deutschen Telekom AG setzten uns für die Belange unserer Klientel, den Beamten/innen bei den Postnachfolgeunternehmen (PNU), ein.

Wir bitten um Unterstützung ihrer Partei bei der Verlängerung der sogenannten “55er-Regelung“ bei den Postnachfolgeunternehmen.

Diese Regelung ist in § 4 des Gesetzes zur Verbesserung der personellen Struktur beim Bundeseisenbahnvermögen und in den Postnachfolgeunternehmen (BEDBPStruktG), letzte Änderung durch Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse (PVKNeuG) vom 21. November 2012 festgehalten.

(1) Beamtinnen und Beamte nach § 1 Nr. 2 können bis zum 31. Dezember 2016 auf Antrag in den Ruhestand versetzt werden, wenn

   1. sie das 55. Lebensjahr vollendet haben,

   2. ihre Verwendung in Bereichen mit Personal-

       Bedarf bei der sie beschäftigenden   Aktiengesellschaft und in einem Unternehmen im Sinne des § 4 Abs. 4 Satz 2 des Postpersonal-rechtsgesetzes nicht möglich ist und der Aktiengesellschaft auch keine  Verwendungs-möglichkeit in Verwaltungen bekannt ist und,

   3. betriebliche oder betriebswirtschaftliche Belange nicht entgegenstehen.

Unsere Bitte um Unterstützung:

Die sogenannte “55er-Regelung“ bei den Postnach-folgeunternehmen (PNU) läuft laut Gesetz zum 31.12.2016 aus.

Die Deutsche Telekom AG wird auch nach Ende des Jahres 2016 versuchen die “Altlast Beamte“ aus ihrem Unternehmen zu drängen, zumal nach Umstellung des Anschlussnetzes auf IP-Technologie, geplant bis spätestens Ende 2018, weniger Personal benötigt wird.

Als privatwirtschaftlich agierendes Unternehmen stehen die Beamten und Beamtinnen des ehemaligen Bundesunternehmens Deutsche Bundespost den betrieblichen und betriebswirtschaftlichen Belangen im Wege.

Wir fordern gemeinsam mit den Tarifpartnern eine Fortführung der bisherigen Regelung, die es den PNU ermöglicht ihre Beamten würdevoll in den vorzeitigen Ruhestand gehen zu lassen.

Reaktionen, Auszüge aus den Antwortschreiben:

 Alois Karl, MdB, CDU/CSU, Haushaltsausschuss:

Die weiterhin steigende Lebenserwartung der Bürger führt dazu, dass ein Teil dieser gesteigerten Lebens-erwartung mit regulärer Beschäftigung über eine schrittweise Erhöhung des Regelrenteneintrittsalters teilweise ausgefüllt wird. Trotzdem wird es über die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre nicht gelingen, den demographisch bedingten Rückgang des Erwerbstätigenpotentials in Deutschland komplett zu kompensieren. Zudem zeichnet sich schon heute in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ein Bedarf an Fachkräften ab. Vor diesem Hintergrund halte ich eine Verlängerung der sog. 55er-Regelung für Beamte bei den Postnachfolgeunternehmen für nicht zielführend. Zielführend wäre, dass auch ältere Beamte so weitergebildet werden, dass sie möglichst lange im jeweiligen Postnachfolgeunternehmen gut eingesetzt werden können… 

Eckhard Rehberg, MdB, CDU/CSU, Vorsitzender Arbeitsgruppe Haushalt:

Ihr Anliegen kann ich nachvollziehen, Ihnen aber derzeit noch keine verbindliche Auskunft geben. (…) Ob und in welcher Form eine nochmalige Verlängerung in Betracht kommt, wird derzeit innerhalb der Regierung diskutiert. Eine abschließende Entscheidung steht noch aus, werde das Thema aber weiterhin im Blick haben.

Irene Mihalic, MdB, Fraktion Bündnis 90 Die Grünen, Obfrau im Innenausschuss:

Die Situation der Beamtinnen und Beamten in den Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt. Bereits in der 16. Wahlperiode hatten die Abgeordnete dazu erklärt, dass für die betroffenen Beschäftigten tragfähige Lösungen gefunden werden müssen, wobei eine angemessene Form der Weiterbeschäftigung auch im Sinne der Förderung der arbeitspolitischen Bedeutung älterer Menschen im Vordergrund stehen sollte. Die gegenwärtige Situation ist somit letztlich auch die Folge einer Politik, die es versäumt hat, Alternativen anzubieten, Möglichkeiten zu entwickeln und Probleme rechtzeitig anzugehen. Für die Betroffenen ist das natürlich dramatisch, zumal die ursprüngliche '55er'-Regelung ja auch nur für einen sehr begrenzten Personenkreis gedacht war. 

Oswin Veith, MdB, CDU/CSU, zuständiger Berichterstatter im Innenausschuss:

(...) Ob und in welcher Form eine nochmalige Verlängerung in Betracht kommt, wird derzeit diskutiert. Dazu wurden sowohl mit den Postnachfolgeunternehmen als auch den Betriebsratsvertretern der Unternehmen bereits Gespräche geführt. 

Matthias Schmidt (Berlin), SPD, Mitglied des Innenausschuss, hat unseren Bundesvorsitzenden zum Thema zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen.

Zu Beginn des Meinungsaustausches hat Karl Schäffer die Beweggründe erläutert, die den VDFP veranlasst haben eine Verlängerung der 55er - Regelung zu fordern. Matthias Schmidt hat versprochen sich für unsere Belangen einzusetzen, um eine Verlängerung der 55er-Regelung zu bewirken.

Pressenews zur 55er-Regelung:

Die  Hamburger Morgenpost und BILD berichteten am 27.10. über einen abgewandelten Vorschlag von Finanzminister Wolfgang Schäuble für die über 100.000 Post-, Telekom-, Bahn- oder Postbank-Beamten zur Verlängerung der 55er-Regelung. Danach sollen diese Beamten vor ihrem Eintritt in den Vorruhestand noch ein Jahr eine “Gemeinnützige Tätigkeit“ verrichten.

Aus dem Artikel:

40.000 bei der Telekom, 30.000 bei der Post, 27.000 bei der Deutschen Bahn und knapp 6.500 bei der Postbank – die Beamten der früheren Staatsunternehmen sind immer noch eine riesige Gruppe. Erst im Jahr 2043 wird aller Voraussicht nach der letzte von ihnen in den Ruhestand gehen.

Gut möglich, dass Finanzminister Schäuble schon bald den Druck dieser lobbystarken Beamten aus den Postnachfolgeunternehmen bzw. dem Bundeseisenbahn-vermögen zu spüren bekommt. Denn er will die Latte höher legen für deren Sonderrecht, bereits mit Ende des 55. Lebensjahres in Ruhestand gehen zu können. Die bisherige Regelung läuft zum Ende des Jahres aus. Der MOPO liegt der Referentenentwurf aus Schäubles Haus vor, der vorsieht, dass künftig für die Betroffenen im „Personalüberhang“ der Vorruhestand mit 56 nur noch möglich sein soll, „sofern sie sich im Rahmen eines ,engagierten Ruhestandes‘ für mindestens 12 Monate zu einer Tätigkeit im Bundesfreiwilligendienst oder zu einer gleichwertigen Tätigkeit verpflichten“.

Neben einer klassischen „Bufdi“-Stelle sollen die Telekom-Beamten also einen – grundsätzlich ganztätigen – Dienst in folgenden Beispielbereichen übernehmen: „Mitglieds-einrichtungen der Wohlfahrtsverbände, aber auch nichtverbandsgebundene Krankenhäuser, Pflege-einrichtungen, Kinderheime, Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Erholungsheime, Mehrgenerationenhäuser, Selbsthilfe-gruppen, Sportvereine, Museen, Kultureinrichtungen, Einrichtungen des Zivil- und Katastrophenschutzes sowie Träger ökologischer Projekte und Kommunen“. Ein “Taschengeld“ zur Pension von bis zu 450 Euro plus einmalig 900 Euro können die Beamten anrechnungsfrei aushandeln.

Eine starke Idee zur Förderung des Ehrenamtes oder unzulässige Beschneidung von Beamten-Rechten? Der Vorstoß dürfte für reichlich Diskussionen sorgen. Immerhin geht das Finanzministerium offenbar davon aus, dass die Regelung Anklang finden wird. Mit durchschnittlich 1.000 Pensionierungen pro Jahr rechnen Schäubles Mitarbeiter laut dem Entwurf.


DTAG-Personalbericht

Seit 2014 erscheint der DTAG-Personalbericht als aufbereitetes Factbook und möchte interessante Fakten über Menschen bei der Telekom bieten.

Facts rund um die Beamten im Konzern

2014 waren 34.482 Beamte (davon 1.340 in sich Beurlaubte) beim Konzern tätig. Davon sind 2015 noch 31.995 Beamte an Bord (darunter 1.220 in sich Beurlaubte). Die DTAG erläutert, dass natürliche Altersabgänge, die Inanspruchnahme des vorzeitigen Ruhestands und Versetzungen für den Rückgang verantwortlich sind. Zudem wird hervorgehoben, dass 400 Beamte dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zur Verfügung gestellt wurden. Damit seien bundesweit an mehr als jedem zweiten BAMF-Standort Mitarbeiter der Telekom tätig.

Effektive Instrumente für den Personalabbau

Laut Factbook werden die vermeintlich sozial-verträglichen Optionen für einen frühzeitigen Abschied zunehmend genutzt. 1.219 Beamte entschieden sich für den vorgezogenen Ruhestand (2014: 927), während bei 1.314 Beschäftigten die Ruhephase der Altersteilzeit begann (2014: 332). 1.448 Mitarbeiter verabschiedeten sich mit einer Abfindung in der Tasche (2014: 826). Hinzu gesellen sich 711 Personen, die durch die Versetzung zu anderen Behörden eine neue Perspektive fanden. Zu den Instrumenten für den Personalumbau zählt auch die „Parkbucht“ Telekom Placement Services. Dort wurde im Jahr 2015 für 3.418 Personen eine externe Beschäftigungsmöglichkeit organisiert. 1.209 Geparkte landeten beim Customer Service. Nur 669 Beschäftigte konnten befristet konzernintern vermittelt werden. Angesichts der gelaunchten Initiative „Intern vor Extern“ fällt dieser Anteil mager aus. 

Numerische Spiegelbilder der Personalpolitik – Datenabgleich 2014 und 2015

Die DTAG brüstet sich in der begleitenden Pressemitteilung mit 11.900 Neuanstellungen konzernweit. In Deutschland kamen lediglich 3.400 neue Beschäftigte hinzu (2014: 4.300). Parallel reduzierte sich das Personal im Inland von 115.000 auf 110.000 Mitarbeiter. Die Beschäftigtenzahl im Ausland erhöhte sich von 113.000 auf 115.000. Konzernweit sinkt der Personalbestand nur von 228.000 auf 225.000. Der Blickwinkel der deutschen Beschäftigten fällt trüber aus: Inklusive der Neuanstellungen läge der Mitarbeiterstamm bei 118.400. Laut Factbook liegt die natürliche Fluktuation nur bei 1,28 %. Klartext: In Deutschland werden intensiv Stellen abgebaut, während sich der mehrheitliche Personalbestand ins Ausland verlagert. Dass trotz Stellenkürzungen konzernweit die Personalkosten gestiegen sind, begründet die DTAG mit dem Zuwachs an Neukunden in den USA. Quelle: ProT-in.de


Aus den Bezirken 

Bezirksverband Nord

Bericht vom Bezirksdelegiertentag am 12. Oktober 2016 in Hamburg - Wandsbek, im Lokal “Hofbräu Wirtshaus Wandsbek“

Der Bezirksvorsitzende Roland Schulz begrüßte als Gäste den Referenten Thomas Hackbarth von der DPVKOM, Regionalverband Nord, und den VDFP Bundesvorsitzenden Karl Schäffer sowie die Anwesenden ganz herzlich.

Die Tages- und Geschäftsordnung für die heutige Veranstaltung wurde durch die Anwesenden genehmigt. Daran schloss sich die Wahl der Tagungsleitung und der Wahlkommission an. Für beide Ämter wurde Karl Schäffer gewählt. Vor Beginn der Gästereferate wurde der in den letzten 2 Jahren verstorbenen Mitglieder gedacht. Der Bundes-vorsitzende Karl Schäffer stellte seinen Themenkreis vom Postpersonalrecht und deren Weiterentwicklung durch den Gesetzgeber sowie den geplanten Breitbandausbau vor. Hier erinnerte er daran, dass diese Themen schon in den letzten Jahren immer wiederholt auftauchen, weil der Gesetzgeber diese dem Markt überlassen hat, z.B. schneller Internetzugang. Das klappte jedoch überhaupt nicht. Durch die Versteigerung der Frequenzen für den TV-Standard „DBV-T“ ist Geld eingenommen worden und dieses soll in den zeitnahen Ausbau des schnellen Internets in Deutschland gesteckt werden. Karl Schäffer berichtete weiter vom letzten Bundesdelegiertentag in Leipzig. Die Gäste bzw. Referenten haben uns eingehend und umfassend informiert. Als Gäste konnten wir Frau Brück vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig, Herrn Karlheinz Vernet Kosik von der DPVKOM und Herrn Ulrich Bösl von der CGPT begrüßen. Als Referenten standen uns der Präsident vom Bundesanstalt Post / Telekom Andreas Hermes und Klaus Rauh von der ver.di zur Verfügung. Herr Andreas Hermes informierte uns über die Aufgaben der BAst PT.

In einem zweiten Referat informierte Klaus Rauh von der ver.di über das reformierte Postpersonal-rechtsgesetz und ging auf das Thema Beurteilung und Beförderung ein.

Danach berichtete Schäffer über die beim Bundesdelegiertentag angenommenen Anträge. Das leidige Thema „Kasse Nordbaden“ konnte vorläufig abgeschlossen werden. Weiterhin soll sich der Bundesvorstand für die Verlängerung der 55er-Regelung und der Beförderung von beurlaubten Beamten der Vergütungsgruppe T6, T7 und T8 einsetzen. In der anschließenden Diskussion bat Schäffer die Anwesenden sich für einen Zusammenschluss mit Bremen einzusetzen. „Diese Möglichkeit bietet sich an und die Arbeit könnte auf mehr Schultern verteilt werden. Im Übrigen sind auch bei den südlichen Bezirken Fusionen im Gespräch und könnten die Selbstständigkeit der Bezirke sicherstellen.“  
Roland Schulz bedankte sich bei Karl Schäffer für die Ausführungen.

Anschließend begann Thomas Hackbarth von der DPVKOM mit seinem Vortrag. Er widmete sich der erneuten Umorganisation der DTAG. Unter anderem ist geplant, das Leitungswesen in Richtung Rumänien zu verlagern! Nach diesen neuen Informationen bedankte sich Roland Schulz bei Thomas Hackbarth. Für  große  Überraschung  sorgte  dann  der Antrag von Thomas Hackbarth auf Mitgliedschaft im VDFP.

Nach dem gemeinsamen Essen fand die interne Veranstaltung statt. Nach dem Rechenschaftsbericht durch den Bezirksvorsitzenden Roland Schulz wurden die Kassenangelegenheiten durch den Kassierer Andreas Hennig-Lelling vorgetragen. Danach stellte Kassenprüfer Rainer Schönemann das Ergebnis seiner Prüfung dar. Er äußerte sich sehr zufrieden mit der Kassenführung und stellte den Antrag auf Entlastung des Bezirksvorstandes. Durch die anwesenden Delegierten wurde der Bezirksvorstand entlastet. Die anschließende Neuwahl des Bezirksvorstandes wurde in Einzelwahl durchgeführt. Die Kassenprüfer wurden erneut in ihr Amt gewählt. Der wiedergewählte Bezirksvorsitzende Roland Schulz bedankte sich bei den Anwesenden und schloss die Versammlung.

Der neu gewählte Bezirksvorstand Nord, von l. n. r., vordere Reihe: Stellv. Bezirksvorsitzender Erich Sievers, Bezirksvorsitzender Roland Schulz, Beisitzer Klaus Baller. Hintere Reihe: Schriftführer Rüdiger Westphal, Beisitzer Harald Faasch (verstorben am 21.11.2016), Kassierer Andreas Hennig-Lelling


Geburtstage und Jubilare 

Bezirksverband Bremen  

Zum 70. Geburtstag gehen Glückwünsche an Horst Chimm und  Detlef Moje aus Osterholz-Scharmbeck,  Bernhard Iken aus Papenburg,  Bernd Kugler aus Meppen und  Alfred Pikal aus Emden.

Zum 80. Geburtstag gehen die besten Wünsche an Jürgen Bartels aus Bremerhaven, Friedrich v. d. Berge aus Bramsche und Klaus Fischer aus Leer.

Glückwunsch zu 40 Jahre Mitgliedschaft an Friedrich v. d. Berge und Wolfgang Östreich aus Bramsche, Hans Hermann Buschenhenke aus Leer, und Peter Höptner aus Westerkappeln.

Auf 25 Jahre Mitgliedschaft blicken zurück Jürgen Bökhoff aus Rhauderfehn,  Jürgen Horst aus Uplengen, Klaus Dieter Philipp aus Bremerhaven und Udo Precht aus Loxstedt.

Bezirksverband Nordwürttemberg

Zum 75. Geburtstag gehen unsere Glückwünsche an Hans Sprenger aus Stuttgart. Zum 80. Geburtstag an Hans Wieland aus Rosengarten und zum 85. Geburts-tag an Otto Schreiner aus Tübingen.

Auf 40 Jahre Mitgliedschaft dürfen zurückblicken Hans Allgaier aus Lenningen, Siegfried Beck aus Tübingen, Wolfgang Betz aus Löwenstein, Karl Bremer aus Waldstetten, Edgar Bux aus Ellwangen, Siegfried Hahner aus Ulm, Norbert Haussmann aus Neuffen, Peter Hengstler aus Nürtingen, Ralph Hoehns aus Eschenbach, Rainer Hofmann aus Heiningen, Albert Huebner aus Schwäbisch Gmünd, Albrecht Junginger aus Schorndorf, Helmut Kovatsch aus Fellbach, Horst Krumbach aus Westerheim, Manfred Kurz aus Löwenstein, Otto Mang aus Mössingen, Gerhard Peyerl aus Unterensingen, Rudi Plankenhorn aus Weil, Klaus Raphael aus Kirchheim, Roland Richter aus Crailsheim, Kurt Schlander aus Ulm, Armin Schmiedl aus Schwäbisch Gmünd, Willi Sommer aus Heilbronn, Karl-Heinz Speiser aus Eislingen, Roland Stadlmaier aus Löchgau, Hans Stoehr aus Schorndorf, Willi Waldbüßer aus Wüstenrot, Hermann Wannenwetsch aus Schwäbisch Gmünd, Karl Weber aus Plüderhausen, Ernst Werner aus Reutlingen, Alfred Werz aus Westerstetten und Wolfgang Wild aus Bad Boll.

Auf 25 Jahre Mitgliedschaft schauen zurück Uwe Bullinger aus Crailsheim, Thomas Mumme aus Heilbronn und Ewald Vogl aus Gaildorf.  

Bezirksverband Nordbaden

Glückwünsche zum 70. Geburtstag gehen an Hermann Waibel aus Waibstadt und an Hermann Schmidt aus Heidelberg zum 80. Geburtstag.  

Bezirksverband Saarland 

Wir gratulieren Friedrich Sick zum 92. Geburtstag sowie Dieter Rein zum 85. als auch Helmut Reyinger zum 84. und Edwin Schmidt zum 80. Geburtstag. Ebenso gratulieren wir Hans-Joachim Becker zum 75. Geburtstag.

Auf 50 Jahre Mitgliedschaft dürfen zurückblicken: Reinhold Gering, Karl-Heinz Morgenstern und Edwin Schmidt.

Zu 40 Jahren Mitgliedschaft beglückwünschen wir Lothar Baus, Hans-Joachim Becker, Friedrich Bur am Orde, Bruno Fasel, Alfred Fontaine, Gerd Gräßer, Bruno Großmann, Nikolaus Kautenburger, Gerd Klein, Peter Kronberger, Josef Mellinger, Elmar Quirin, Peter Schulien und Karl-Heinz Schwarz.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft bedanken wir uns bei Rüdiger Recktenwald.  

Bezirksverband Südbayern

Herzlichen Glückwunsch zum 77. Geburtstag an Walter Hoder aus Kempten.  

Bezirksverband Pfalz 

Zum 75. Geburtstag die besten Wünsche an Klaus Kettenring aus Otterberg und Siegfried Wrobel aus Neustadt. Zum 80. Geburtstag an Helmut Lauer aus Eisenberg, Heinrich Stahl aus Landstuhl und Georg Verwiebe aus Otterberg, sowie ein ganz herzlicher Glückwunsch an Erich Pauly aus Kaiserslautern zum 90. Geburtstag.  

Bezirksverband Mitte 

Wir gratulieren Günter Benisch aus Lauterbach, Heinz Liedtke aus St. Goar-Werlau, Hans Jürgen Rieck aus Bengen, Dieter Rink aus Siegbach und Dieter Scherer aus Kröv zum 70. Geburtstag.

Zum 75. Geburtstag gratulieren wir Karl-Heinz Bach aus Selters, Rolf Kleinhückelskoten aus Oberelbert, Albert Kreutzinger aus Lauterbach, Manfred Schaumburg aus Großalmerode, Gerhard Sieger aus Darmstadt und Klaus Stahl aus Kassel.

Den 80. Geburtstag feiern Heinz Willi Ferger aus Westerburg, Karl-Heinz Leibrich aus Wölfersheim und Werner Schäfer aus Schöffengrund.

Zum 85. Geburtstag gratulieren wir Phillip Gassdorf aus Koblenz und Engelbert Reifenberger aus Limburg.

Ein ganz herzlicher Glückwunsch geht an Kurt Kram aus Frankfurt/Main zum 90. Geburtstag.  

Wir wünschen allen Jubilaren und Geburtstags-kindern alles Gute, vor allem Gesundheit!


In eigener Sache: 

Bei Bankwechsel oder Adressänderungen können die neuen Daten über unsere zentrale E-Mail-Adresse direkt an den VDFP übermittelt werden.

Der VDFP-Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2017 wird am 01.02.2017 von ihrem bei uns hinterlegtem Konto per SEPA-Lastschriftmandat eingezogen.



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